Nostalgie

Ich habe in alten Zeiten gekramt. Dabei habe ich einen Text entdeckt, der schon Staub angesetzt hat. Aber ich mag ihn immer noch. Deshalb habe ich das Mikro genommen und ihn eingesprochen.

Voilà: „Katertag“, erschienen 2004 im Buch „Visionen eines Tagediebs“ und behutsam überarbeitet:

Der Post-Riese

Eltern erzählen ihren Kindern gern, dass der Klapperstorch sie gebracht habe. Mathilda hat sich jetzt ein Gegenstück zu dieser Geschichte einfallen lassen.

Ich sei gar nicht immer da gewesen. Stattdessen habe mich ein Post-Riese zu ihrem vierten Geburtstag vorbeigebracht. Eingepackt in viel Geschenkpapier und mit einer großen Schleife um den Bauch.

Leider sei der Riese durch unseren Fußboden gebrochen. Aber nach einem Keks und einem Schokokuss sei es ihm wieder gut gegangen. Immerhin: Ich sei ihr schönstes Geschenk gewesen. Das ist doch was.

Benefiz und Spaß dabei

Foto: Stefanie Stirnweiß

Ihr Lieben, die Lesung gestern mit Lutz Zimmermann auf Schloss Hundisburg war zauberhaft. 79 Euro sind an Spenden für den gemeinnützigen Verein „M.a.De. for kids“ zusammengekommen. Der engagiert sich für Kinder in Not, insbesondere für Kinder, die an Krebs erkrankt sind.

Ich werde die Summe ein wenig aufstocken und in den nächsten Tagen weiterleiten.

Mehr Infos zum Verein gibt es hier: www.made4kids.org

Psst, geheim!

Unsere Tochter Mathilda hat sich gemeinsam mit ihrem Kindergarten-Freund eine Geheimsprache ausgedacht. Wie sie mir erklärte, handelt es sich um die „Polizei-Blinzelsprache“. Die brauchen die beiden als geheimen Kommando-Code, wenn sie in der Kita die Bösewichter dieser Welt dingfest machen.

Da ich absolute Verschwiegenheit versprochen habe, weiht mich Mathilda ebenfalls Schritt für Schritt in diese Sprache ein. Großes Talent scheine ich nicht zu besitzen. Aber eines habe ich verstanden: Zweimal blinzeln heißt „Ich liebe Dich“. Das ist doch ein guter Anfang.

Das Wartezimmer

Mathilda wünscht sich einen Wartebereich für ihr Kinderzimmer. Wenn andere Kinder zu Besuch sind, kann sie den Kopf aus der Tür stecken und rufen: „Der Nächste, bitte!“

Ich sehe schon ein Leben als Vorzimmerdame auf mich zukommen.

Bad Sachsa im Regen

Foto: Christian Dolle

Der gemeinsame Auftritt mit Norman Liebold und Markus Mau war ganz großes Kino. Wenn drei Menschen, die einander nie zuvor begegnet sind und auch nicht genau wissen, was die anderen beiden machen, einen Abend improvisieren, dann muss das nicht unbedingt gut gehen.

Tatsächlich war es eine der schönsten Lesungen seit Langem. Wir haben uns erfolgreich die Themen zugespielt und das Publikum hat einfach mal gerockt. Es sind genau diese Augenblicke, an denen ich genau weiß, warum ich auch nach 15 Jahren immer noch so gern mit meinen Geschichten über Land ziehe.

Wer einen Eindruck gewinnen will, kann den famosen Artikel von Christian Dolle lesen. Den gibt es hier.